Neue Nutzung - Neues Leben
Revitalisierung eines Hochhauses in Darmstadt


Das Hochhaus aus den 1960er Jahren war in die Jahre gekommen, gestalterisch wenig ansprechend und zudem mit gesundheitsschädlichen Baustoffen kontaminiert. Für die schwierige Bausubstanz ein wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept zu finden, war nicht einfach. Nach langem Leerstand wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei erhielt das Haus ein völlig neues „Gesicht“. Maßgeblich dazu beigetragen hat die neue Gestaltung der Fenster, ausgestattet mit UNIGLAS®-Produkten des Unternehmens SGT aus Tauberbischofsheim.
Altlasten
Häuser „überleben“ am besten, wenn sie adäquat genutzt werden. Bei dem Darmstädter Hochhaus, Ende der 1960er Jahre in einer belebten Kreuzung in der Innenstadt erbaut, war der Fortbestand keineswegs gesichert. Es war völlig heruntergewirtschaftet, und dies in doppeltem Sinn: Die Gestaltung eines typischen Zweckbaus war wohl schon zur Zeit seiner Fertigstellung keine architektonische Augenweide. Im Ausbau fanden sich große Mengen Asbest sowie polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Baustoffe, die den Bau für Personen unbenutzbar machten. Nachdem die Hauptmieter, das Finanzamt und die Steuerfahndung, Anfang der 1990er Jahre ausgezogen waren, stand das Gebäude leer. Sei es der Mangel an Ideen für eine zukünftige Nutzung, sei es die Scheu vor den zu erwartenden, aufwendigen und kostenintensiven Sanierungsmaß- nahmen oder eine Mischung von beidem, der Leerstand sollte zwölf Jahre dauern. Nachdem sich die Investoren und die neuen Mieter geeinigt hatten, begannen die Sanierungsarbeiten im September 2003. Wie der Architekt, Dipl.-Ing. Jan Müller-Seidler vom Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau (IHT), berichtet, waren die Bedenken durchaus berechtigt, denn während der Sanierungsarbeiten traten unzählige weitere „Übel“ zu Tage, mit denen niemand gerechnet hatte und die nirgends in den alten Bauakten dokumentiert waren.
Vollständiger Artikel zum Download (pdf)




